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Warum der Kindergarten der wichtigste Ort für Chancengerechtigkeit ist

Ein persönlicher Blick von Lukas „Lubu“ Burian



Der Kindergarten ist für mich kein abstraktes politisches Thema und auch kein Verwaltungsakt, sondern der Ort, an dem sich entscheidet, wie gerecht unsere Stadt morgen sein wird. Hier beginnt alles. Sprache, Vertrauen, Selbstwert, Neugier und das Gefühl, dazuzugehören oder eben nicht. Wer diesen Ort unterschätzt, unterschätzt die Zukunft unserer Gesellschaft.


Gerade weil ich mich seit Jahren mit Prävention beschäftige, ist der Kindergarten für mich zentral. Prävention heißt nicht reagieren, wenn Probleme bereits groß und teuer geworden sind. Prävention heißt, früh hinschauen, begleiten und stärken. Kinder, die im Kindergarten gesehen, sprachlich gefördert und emotional unterstützt werden, brauchen später weniger Reparaturmaßnahmen. Das ist nicht nur menschlich richtig, sondern auch politisch verantwortungsvoll.


Ich sehe mit Sorge, wie sehr Pädagoginnen und Pädagogen unter Druck stehen. Zu große Gruppen, zu wenig Personal, zu wenig Zeit. Das ist kein individuelles Versagen, sondern ein strukturelles Problem. Wer glaubt, gute frühkindliche Bildung könne unter solchen Bedingungen funktionieren, macht es sich zu einfach. Beziehung braucht Zeit. Förderung braucht Ruhe. Beides lässt sich nicht herbeisparen.


Dieses Thema ist mir auch deshalb so wichtig, weil der Kindergarten einer der ersten Orte ist, an dem Kinder erleben, wie Gesellschaft funktioniert. Ob Unterschiede aufgefangen oder verstärkt werden, ob Vielfalt normal ist oder als Problem empfunden wird, ob Kinder lernen, ihre Gefühle zu benennen und Konflikte zu lösen. All das passiert lange bevor Schule beginnt. Wer hier nicht investiert, verlagert Probleme bewusst in die Zukunft.



Als jemand, der für Jugend, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt Verantwortung trägt, kann ich nicht akzeptieren, dass wir bei genau diesem Fundament Kompromisse eingehen. Chancengerechtigkeit beginnt nicht mit Prüfungen oder Noten, sondern mit guter Betreuung, stabilen Beziehungen und verlässlichen Rahmenbedingungen im Kindergarten.

Ich setze mich dafür ein, dass wir diesen Bereich endlich so behandeln, wie er es verdient: als Herzstück unserer Stadt. Nicht als Kostenfaktor, sondern als Investition in Gesundheit, Bildung, Integration und soziale Stabilität. Genau dafür stehe ich – auch als Teil von NEOS Wien.


Wenn wir wollen, dass Wien auch in Zukunft eine offene, sichere und faire Stadt bleibt, dann müssen wir dort anfangen, wo alles beginnt. Beim Kindergarten.


Du möchtest mit mir zu diesem Thema in Kontakt treten? Dann melde dich gerne und FRAG DEN LUBU

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